In den folgenden Jahren blieb die Vorstandschaft des Vereins im wesentlichen unverändert. Armin Frick, seit 1982 1. Vorsitzender, stand zusammen mit Gerhard Fuchs (Schriftführer) für Kontinuität. Den Posten des 2. Vorsitzenden übernahm 2002 in geheimer Abstimmung Bernhard Hörner und Andreas Rau wurde 2001 von der Generalversammlung als Kassierer bestätigt. Nach dem überraschenden Tod des Jugendleiters Helmut Fritz übernahm Uwe Schreck diesen Posten, bis er 2006 von Manuela Hanewald abgelöst wurde.
Im Jahre 1999 verstarb der langjährige 1. Vorsitzende und Ehrenvorsitzende Josef Allmendinger und wenige Jahre später nach langer Krankheit der zeitweilige zweite Vorsitzende Horst Julier.
Positiv war die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Ende der 90er Jahre zählte der Verein 343 Mitglieder, darunter 133 Jugendliche. Zehn Jahre später wurde erstmals in der Vereinsgeschichte die 400er Grenze überschritten, erklärbar durch den neuen Rasenplatz. Hält diese Entwicklung an, scheint die Schallmauer 500 Mitglieder erreichbar. Viele Mitglieder halten dem Verein seit Jahrzehnten die Treue. Sie wurden bei der 80-Jahrfeier im Jahre 2003 mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Für besondere Verdienste erhielten Leo Strubel und Otto Lehner im Jahre 2005 sowie Werner Schreck im Jahre 2007 die Ehrenmitgliedschaft . Der Sportbund Pfalz ehrte Armin Frick im Jahr 2004 mit der Silbernen Ehrennadel und im gleichen Jahr den Schriftführer Gerhard Fuchs für seine 20-jährige Tätigkeit als stellvertretender Kreissportvorsitzender mit der Goldenen Ehrennadel.
Besondere Anerkennung erfuhr in diesem Zeitraum der Ehrenvorsitzende Alex Gonschor. Anlässlich seiner runden Geburtstage und seines Ausscheidens als Kreissportvorsitzender und Vorsitzender des Stadtverbandes für Leibesübungen erhielt er als Krönung seines sportlichen Lebenswerkes von der Stadt Neustadt die Goldene Ehrenplakette, die an höchstens zehn lebende Bürger vergeben wird und vom Deutschen Fußballbund die Silberne Ehrenplakette.
Die Finanzlage des Vereins blieb in dem beschriebenen Zeitraum angespannt. Der Betrieb der Kegelbahn warf nur einen mäßigen Überschuss ab. Zusätzlich waren immer wieder Reparaturen erforderlich, so dass das langfristige Darlehen nur in geringem Umfang getilgt werden konnte. Trotz verschiedener Zuschüsse waren zusätzliche Mittel in Höhe von 15 000 Euro für die Modernisierung der Heizung und der Warmwasseraufbereitung erforderlich und erhöhten die Schuldenlast. Die Verpachtung der Gaststätte an die jeweiligen Betreiber verlief nicht immer reibungslos. In einem Fall mussten sogar Gerichte eingeschaltet werden, um die Rückstände eintreiben zu können. Seit 2006 führt jedoch das Ehepaar Baum die Gaststätte zur beiderseitigen Zufriedenheit. Im Jubiläumsjahr 1998 war die 1. Mannschaft erstmals in der Vereinsgeschichte in die unterste Spielklasse abgestiegen. Doch schon im nächsten Jahr gelang unter der Spielleitung von Michael Schuler und dem mehrfachen Spielertrainer Peter Kurz der Aufstieg in die Kreisliga. Dort hielt sich die Mannschaft zwei Jahre lang, schaffte nach dem Abstieg 2001 bereits im folgenden Jahr den sofortigen Wiederaufstieg. Für einige Jahre konnte sie sich dann in der Kreisliga behaupten, stieg dann ab, konnte jedoch im Spieljahr 2008/2009 die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga ausgiebig feiern. Im Frühjahr 2010 erreichte die Mannschaft das Finale im Kreispokal, verlor aber dann das Endspiel gegen Rödersheim. Spielleiter ist seit 2006 Ansgar Frick, das Trainergespann bilden Michael Seitz und Markus Wittmer. |
Aber leider keine A-Jugend. Sie verlor der Verein durch das uneinsichtige Verhalten ihres Betreuers, der nicht bereit war, seine Pläne über die Zukunft der Spieler hinter klare Vorgaben der Vereinsführung zu stellen. Wichtig für das Vereinsleben war auch eine intakte
AH, die nicht nur spielerisch aktiv war, sondern auch durch
finanzielle Zuweisungen aus dem Erlös ihrer Schlachtpartien dem
Verein unter die Arme griff. Hinzu kommt die Freizeitmannschaft,
die 2009 ihr 30-jähriges Jubiläum feiern konnte. Jüngste Abteilung
ist seit 2008 eine Damen-Gymnastik-Abteilung, deren Vertreterin
Pamela Weber in den Beirat aufgenommen wurde. Aber wie war dieses Projekt zu finanzieren? Der Verein musste ja noch das Darlehen für die Kegelbahn abzahlen. Ohne Zuschüsse ging gar nichts. Erste Vorstellungen zur Finanzierung wurden 2005 angestellt. Zu erwarten war ein Zuschuss des Landes von 40% der Bausumme, unter der Voraussetzung, dass sich die Stadt ihrerseits mit 20% beteiligt. In einer außerordentlichen Generalversammlung am
20. Juli 2006 stellte die Vorstandschaft ihre Pläne und die
mögliche Finanzierung den anwesenden 58 Vereinsmitgliedern vor, die
bei einer Enthaltung grünes Licht für einen Kunstrasenplatz gaben.
Als Bausumme wurden ca. 250 000 Euro angesetzt. Auf Grundlage
dieses Betrages stellte die Stadt 50 000 Euro für das Jahr 2008 in
Aussicht. Gleichzeitig lief eine Spendenaktion an, die rasch eine
Summe von Bereits Monate später wurde klar, dass die Kosten zu niedrig angesetzt wurden. Die Vorstandschaft war davon ausgegangen, dass die Summen, die beim Bau des Kunstrasenplatzes in Maikammer zu verzeichnen waren, auf den Hambacher Platz übertragbar seien. Als dann das beauftragte Planungsbüro genauere Berechnungen anstellte und die ADD zusätzliche Auflagen wie Einbau einer elastischen Schicht und eines besonderen Recyclingsgranulats machte, wurden die Kosten hochgetrieben und auf 500 000 Euro nahezu verdoppelt. Diese Kostenexplosion nahm die örtliche Presse zum Anlass, in mehreren Berichten den beiden Vorsitzenden Frick und Hörner Blauäugigkeit und Schlitzohrigkeit vorzuwerfen und der Stadtverwaltung Schlamperei und Fahrlässigkeit zu unterstellen (Januar 2008).. Zeitweilig stand daher alles auf der Kippe, bis im Sommer 2008 die ADD 180 000 Euro in zwei Etappen zusicherte und vorher die Stadt ihren Zuschuss auf 100 000 Euro verdoppelte. Die fehlenden 80 000 Euro zu den wohl endgültigen Kosten von 430 000 Euro mussten 20 Vereinsmitglieder durch eine Bürgschaft abdecken. Nur zu diesen Bedingungen war die VR Bank Südpfalz bereit, den Kredit zu bewilligen. Ende gut, alles gut. Die Firma Heiler trieb die Baumaßnahmen zügig voran. Für Außenstehende wurde erst jetzt deutlich, welche Erdmassen bewegt werden mussten, um die Anlage zu errichten. In vielen Arbeitseinsätzen trugen die Vereinsmitglieder dazu bei, die Kosten erträglich zu halten. Unter anderem wurden 1 400 Quadratmeter Betonsteine verlegt und durch diese Einsparungen auch die Anlage einer zusätzlichen Rasendecke auf dem Kleinfeld ermöglicht. Die Einweihung des Platzes erfolgte am 15. Februar 2009 in Anwesenheit der Geldgeber, der Behörden und der Sportverbände. Es sprachen u.a. der Vertreter des Landes, Staatssekretär Lewentz , und der Präsident des SWFV, Gustav-Adolf Schnarr. Die Hambacher Weinprinzessin Laura Julier führte den Anstoss im ersten Spiel gegen den SV Edesheim aus. Anschließend bewirtete der Verein seine Gäste mit Gulaschsuppe und Glühwein, und alle freuten sich über das gelungene Werk. Die Krönung dieses „Glückstages für Hambach“ war wenige Wochen später der Meistertitel der 1. Mannschaft und die Auszeichnung durch die Dietmar-Hopp-Stiftung, die auf Initiative der Jugendleiterin Manuela Hanewald dem Verein einen Kleinbus zum Transport vor allem der Jugendmannschaften zur Verfügung stellte. Die GV am 12. März brachte bei den Neuwahlen große Veränderungen in der Vorstandschaft. Der 2. Vorsitzende Bernhard Hörner, der Kassierer Andreas Rau und der Schriftführer Gerhard Fuchs kandidierten nicht mehr. Letzterer wurde für seine langjährige Tätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt und mit der Silbernen Ehrennadel des SWFV ausgezeichnet. Neuer 2. Vorsitzender ist Roland Fecht. Das Amt des Schriftführers übernahm Pamela Weber, Kassierer ist seit 2010 Klaus Thielen. |